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Mexiko - Kultur


Die Kultur Mexikos reflektiert die komplexe Vergangenheit des Landes. Die Spuren der prekolumbianischen Kulturen, die 300 Jahre dauernde Kolonisation der Spanier und in jüngerer Zeit der Einfluss der westlichen Welt, vor allem der USA, sind überall präsent.

 

Spanisch ist die offizielle und dominierende Sprache der mehr als 106 Millionen Einwohner zählenden Bevölkerung.  Daneben existieren noch dutzende von indianischen Dialekten die von kleineren Minderheiten gesprochen werden. Ein paar Wörter davon fanden ihren Weg ins heutige, mexikanische Spanisch.

 

Um die 90 Prozent der Mexikaner ist katholisch, etwa sieben Prozent protestantisch und nur ein kleiner Teil sind Anhänger traditioneller Religionen.

Wie in allen lateinamerikanischen Ländern ist die Religion zusammen mit der Familie das Fundament des Lebens.  Dies erklärt die niedrige Scheidungsrate - von 3000 Ehen wird nur gerade mal eine geschieden. Kinder bleiben bis zur Heirat bei den Eltern und auch danach ist die Treue zur Familie absolut.

 

Auch die Kunst, Musik und die unvergleichliche mexikanische Küche hat lange Tradition. Auch hier spiegeln die in grosser Fertigkeit hergestellten Kunstgegenstände, die typisch mexikanische Musik und die einzigartigen, schmackhaften Gerichte, die Vergangenheit.

 

Die wohl bekannteste Volksmusik ist die der Mariachis. Eigentlich Wandermusiker in der typischen Tracht der Charros, die bei Festen, Hochzeiten und in Restaurants aufspielen. Eine Mariachigruppe besteht aus Gitarren, Geigen, Trompeten und einem oder mehreren Sängern.

 

Mexiko hat auch eine lange und vorzügliche Tradition in Literatur und Dichtung.  Die vielen feinsinnigen Gedichte der Juana Inés de la Cruz (1651–1695), einer Nonne im kolonialen Mexiko, José Joaquín Fernández de Lizardi (1776–1827) mit seinem satirischen Roman El Periquillo Sarniento oder der  Dichter Octavio Paz der für sein grosses Werk 1990 den Nobelpreis für Literatur bekam, zeugen davon.