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Kuba - Kultur


Kuba ist ein kultureller Schmelztiegel.

Eine Mischung aus europäischer, indianischer und afrikanischer Kultur.

Aber auch nordamerikanische und chinesische Einflüsse fanden ihren Weg in die kulturelle Vielfalt des Landes.

 

Wie in anderen Ländern spiegelt die Kultur die Struktur der Bevölkerung und seine bewegte Vergangenheit.

 

65.1% der Kubaner stammen von weißen Vorfahren ab, 24.8% sind Mulatten oder Mestizen und 10.1% haben afrikanische Vorfahren. (2002)

 

Die herausragendste, kulturelle Eigenschaft des Landes ist sicherlich die kubanische Musik.

Grundlage vieler anderer lateinamerikanischer Musikstile wie Salsa.

 

Ein Teil der Wurzeln der kubanischen Musik liegt in den Cabildos, einer Art Sozial-Club, in denen sich afrikanische Sklaven zusammen schlossen. Hier hatten afrikanische, religiöse Traditionen wie Santeria, mit Trancetänzen, einen grossen Einfluss. Die Tänze werden musikalisch durch Trommeln begleitet, wobei jeder Gottheit ein eigener Rhythmus bestimmt ist.

 

Obwohl der Ursprung der kubanischen Musik spanischer und westafrikanischer Herkunft ist, wurde sie im Laufe der Zeit durch verschiedenste Genre aus anderen Ländern beeinflusst. Kubanische Musik beinhaltet auch klassische Musik, teilweise mit überwiegend europäischen Einflüssen, teilweise von afro-kubanischer und spanischer Musik inspiriert.

 

Auch die kubanischen Tänze wie Mambo, Rumba und Cha-Cha-Cha fanden ihren Weg in die Tanzlokale der restlichen Welt. Der aus der kubanischen Hauptstadt Havanna stammende Habanera entstand Anfangs des 19. Jahrhunderts. Dieser langsame, mit dem Tango verwandte Tanz ist heute typisch für die Musik der Menschen der spanischen Mittelmeerküste wie Barcelona und Alicante.

 

Auch die kubanische Literatur bereichert diese Welt.

Die ersten literarischen Werke stammen aus dem frühen 19. Jahrhundert. In einer Zeit als kritische Stimmen gegenüber der Sklaverei laut wurden. Bekannte Schriftsteller dieser Zeit sind Gertrudis Gómez de Avellaneda und Cirilio Villaverde.

 

Nach Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1886, widmete sich die Literatur vermehrt der Unabhängigkeit und Freiheit des Landes. Herausragender Schriftsteller und Poet dieser Zeit war José Marti, der kubanische Nationalheld und Symbol für den Unabhängigkeitskampf des Landes.

 

Ein weiterer kultureller Höhepunkt ist die kubanische Küche.

Auch hier erkennt man die bewegte Vergangenheit des Landes. Eine Mischung aus spanischer, afrikanischer und karibischer Küche.

Die Bevölkerung war nicht gleichmässig über die Insel verteilt. Die afrikanischen Sklaven auf den Zuckerrohr-Plantagen waren in den Städten kaum vertreten. Auf den Tabak-Plantagen wohnten mehrheitlich arme spanische Bauern von den Kanarischen Inseln. Im Osten der Insel französische und karibische Einwanderer die während der Revolution auf Haiti hierher kamen.

So findet man überall regionale Eigenheiten der kubanischen Küche.

 

Eins aber haben die Gerichte gemeinsam, sie sind überaus schmackhaft.