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Kuba - Geschichte


Über die präkolumbianische Geschichte von Kuba ist nicht viel bekannt.

Archäologische Funde zeigen, das in Kuba spätestens 2000 v. Chr. indigene Siedlungen existierten.

Die frühen Bewohner des Landes zählten zu den indigenen Völker der Taíno und Ciboney. Sie lebten von Fischfang, einfachem Ackerbau und bildeten kleine Dorfgemeinschaften.

 

Als Kolumbus 1492 auf seiner ersten Reise in die neue Welt an der Bucht von Bariay an Land ging, wurde er und seine Männer von den Indianern freundlich empfangen.

Kolumbus nahm das Land für Spanien in Besitz. Seine vergebliche Suche nach Gold ermöglichte der indigenen Bevölkerung weitere zwanzig Jahre Ruhe vor den habgierigen, spanischen Entdeckern.

 

1511 segelte Diego Velázquez de Cuéllar im Auftrag des Königs von Spanien nach Kuba und eroberte die Insel. Der Wiederstand der Indianer wurde gebrochen und die indigene Bevölkerung zusätzlich durch die zahlreichen eingeschleppten Krankheiten nahezu ausgerottet.

 

Wie in den anderen Ländern der neuen Welt waren die spanischen Eroberer auch in Kuba in erster Linie auf der Suche nach Gold und Edelsteinen. Die Goldvorkommen waren aber nicht sehr reichhaltig und so wanderte ein grosser Teil der Konquistadoren weiter nach Mexiko.

 

Nur Wenige blieben zurück und betrieben vornehmlich Landwirtschaft. Erst im 17. Jahrhundert wurde das Landesinnere weiter erschlossen und es entstanden neue Siedlungen.

Anfang des 17. Jahrhunderts wurde Havanna zum politischen und wirtschaftlichen Zentrum der Insel. Der Hafen von Havanna wurde Sammelplatz der spanischen Flotten, bevor sie über den Atlantik segelten um die Gold und Silberladungen aus den Kolonien der neuen Welt nach Spanien zu bringen.

 

Wie in den anderen Länder der neuen Welt bildete sich auch in Kuba eine Art Kastensystem.

- zuoberst reinrassige Spanier, welchen die Ämter in Verwaltung und Kirche vorbehalten war.

- den von den Spaniern abstammenden aber in Kuba geborenen Spanier, den Kreolen, welche die Mehrheit der Bevölkerung bildeten.

- den von Spaniern und Indianern stammenden Mestizen.

- zuunterst die Indianer und schwarzen Sklaven die aus Mangel an Arbeitskräften nach Kuba verschleppt wurden.

 

Wirtschaftlich erlebte Kuba schon im 17. Jahrhundert einen Aufschwung. Dies dank dem Tabak dessen Genuss in Europa hochwillkommen war.

 

Das 1762 von den Engländer eroberte Havanna kam schon ein Jahr später im Tausch gegen Florida wieder unter die spanische Krone.

 

Im 18. Jahrhundert entstanden Zuckerrohrplantagen, welche den Tabak als wichtigstes Exportprodukt nach und nach ablösten.

Als sich 1791 auf der Nachbarinsel Haiti die Sklaven gegen ihre meist weissen Herren auflehnten, flohen viele der Plantagenbesitzer nach Kuba und die Produktion des Zuckers und Kaffees wurde professioneller.

 

Während den erfolgreichen Unabhängigkeitskämpfen in Lateinamerika verblieb Kuba unter spanischer Herrschaft.

Die Ausbeutung von Sklaven unter der spanischen Schutzmacht trieb Blüte. Fast eine halbe Million Sklaven wurden auf den Plantagen zur Arbeit gezwungen.

Erst als die Engländer, welche die Sklaverei 1807 verboten hatten, den Atlantik und die karibische See beherrschten und die Sklavenschmuggler kurzerhand hängten, verbesserte sich die Situation ein wenig.

 

Versuche, mehr Autonomie von Spanien zu erhalten und Pläne, Kuba an die USA anzuschließen, blieben erfolglos.

So verblieb Kuba als letzte, grosse Kolonie unter spanischer Hoheit.

 

Auch der Jahrzehnte andauernde Guerillakrieg, der 1868 begann und erst 1898 endete, brachte Kuba nicht die erhoffte Unabhängigkeit.

Er brachte die Herrschaft der USA, die gegen Ende des Krieges eingriffen und den Krieg für sich entschieden.

 

1902 wurde Kuba zur Republik mit eigener Verfassung. Die USA behielten das Recht auf militärisches Eingreifen bei Verletzung ihrer Interessen und sicherten sich zwei Militärstützpunkte auf Kuba, die Honda und die Guantánamo-Bucht.

Die Honda-Bucht ging 1912 an Kuba. Die Guantánamo-Bucht ist bis heute im Besitz der USA.

 

Von 1902 bis zur kubanischen Revolution waren mehrere von den USA unterstützte Präsidenten an der Macht.

 

Die diktatorischen Methoden von Batista, der während seiner Regierungszeit die Volksrechte einschränkte, die Verfassung abschaffte und die Opposition brutal unterdrückte, führten schliesslich zur Revolution von 1953–1959.

 

Herausragender Führer der Guerillatruppe war der junge Anwalt, Fidel Castro Ruz.

Der 1953 erfolgte Angriff auf die Moncada-Kaserne von Santiago scheiterte aber. Viele der Mitkämpfer von Fidel wurden getötet. Er selber kam vor Gericht und hielt die berühmte Verteidigungsrede "die Geschichte wird mich freisprechen".

Nach der, durch eine Amnestie erwirkten Entlassung aus dem Gefängnis, ging Fidel mit einer Gruppe von Kämpfern ins Exil nach Mexiko. 

Hier schloss sich ihnen der argentinische Arzt "Che Guevara"an.

 

Im November 1956 fuhren Fidel, Che und 80 weitere Revolutionäre nach Kuba zurück um den Kampf gegen das Regime unter Batista fortzusetzen.

Es gelang ihnen in der Sierra Maestra, mit Unterstützung der Bauern, eine Guerilla auf die Beine zu stellen. Fidel Castro führte die Guerilla als "Comandante en Jefe" an.

Auch die Wiederstandsgruppen in den Städten und anderen Regionen des Landes wuchsen.

Die Bewegung gegen Batista erfasste zunehmend alle Gesellschaftsschichten.

 

Schliesslich führte der mehr als zwei Jahre dauernde Kampf gegen die zahlenmäßig weit überlegene Armee und der Fall der Stadt Santa Clara am letzten Tag des Jahres 1958 zum Sieg der Revolution und trieb Batista ins Exil.

 

Nach dem Sieg wurde Fidel Castro neuer Staatschef des Inselstaates.

 

 

 

Weitere Infos zur Geschichte von Kuba unter Wikipedia

 

 

Weblinks:

Sklaverei auf Kuba

Fidel Castro